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Thema des Monats: Spiel von Hunden
Diskussionsrunde
Teil 1 – Wenn Hunde miteinander spielen
Wer zwei Hunde auf der Wiese beobachtet, kommt schnell ins Schmunzeln: da wird gerannt, gerauft, sich über den Boden gekugelt und mit übertriebenen Sprüngen umeinander getanzt. Doch so wild es manchmal aussieht – echtes Spiel ist leicht erkennbar, wenn man auf die Signale achtet:
• Spielaufforderungen: die berühmte „Spielverbeugung“ (Vorderkörper tief, Hinterteil oben) oder freches Anstupsen.
• Übertriebene Bewegungen: Hüpfen, Drehen, plötzliches „Umfallen“ oder so tun, als sei man schwach.
• Rollenwechsel: mal jagt der eine, mal jagt der andere.
• Selbstkontrolle: auch beim Raufen wird gebremst, Zähne und Pfoten sind vorsichtig eingesetzt.
Woran erkennt man, dass es kein Spiel mehr ist?
• Es gibt keinen Wechsel mehr: ein Hund ist ständig der Gejagte oder Unterlegene.
• Die Bewegungen werden steif und ernst, das Gesicht angespannt, die Körpersprache blockig.
• Ein Hund versucht sich zu entziehen, findet aber keine Möglichkeit.
In solchen Momenten ist es sinnvoll, die Hunde sanft zu trennen und jedem die Chance zu geben, durchzuatmen. Denn Spiel soll Freude machen – nicht Stress.
Teil 2 – Spiel zwischen Mensch und Hund
Auch zwischen uns Menschen und unseren Hunden ist Spiel ein wunderbarer Weg, um Nähe, Vertrauen und Leichtigkeit in den Alltag zu bringen. Spielen macht den Kopf frei, fördert die Bindung und trainiert ganz nebenbei die Kommunikation.
Beliebte Spielformen sind:
• gemeinsames Toben oder „Fangen“
• Zerrspiele mit Tau oder Stofftier
• Suchspiele mit Futter oder Spielzeug
• kleine Tricks und Denkspiele
Das Entscheidende: Beide haben Spaß, und es gibt Pausen. Spiel darf niemals zum Zwang oder zur Daueranspannung werden.
Vorsicht beim Ballspiel!
Viele Hunde lieben es, einem Ball hinterherzujagen – und viele Menschen freuen sich über die schnelle Auslastung. Doch Vorsicht: Übertreibt man es, kann das Spiel in Stress umschlagen. Manche Hunde steigern sich so stark hinein, dass sie kaum noch etwas anderes im Kopf haben – ein regelrechter „Balljunkie“ entsteht.
Die Folgen: Dauerstress, Überlastung von Gelenken und eine einseitige Fixierung, die mit Spiel im eigentlichen Sinn nichts mehr zu tun hat.
Besser: Abwechslung schaffen!
• Den Ball ab und zu im Gras verstecken und suchen lassen.
• Statt Dauerwerfen lieber ein kurzes Zerrspiel einbauen.
• Nasenarbeit oder Intelligenzspiele nutzen – sie fordern den Hund geistig und machen genauso viel Freude.
• Kleine „Überraschungsspiele“ im Alltag: Futterstück unter einem Becher verstecken, eine Spur im Garten legen oder Tricks mit einbauen.
So bleibt Spiel das, was es sein sollte: ein freudiges Miteinander, das Körper und Geist guttut und die Bindung stärkt.